Die Drei­groschen­oper

von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)
Unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann
Karten
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Sa – 16. Mai 26, 19:30
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Sa – 30. Mai 26, 19:30
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So – 07. Jun 26, 19:30
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Mo – 08. Jun 26, 19:30
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Di – 14. Jul 26, 19:30
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Do – 22. Okt 26, 19:30
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So – 25. Okt 26, 18:00
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Sa – 07. Nov 26, 19:30
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So – 15. Nov 26, 15:00
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Fr – 04. Dez 26, 19:30
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Fr – 18. Dez 26, 19:30
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Do – 31. Dez 26, 19:30
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Fr – 15. Jan 27, 19:30
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Di – 16. Feb 27, 19:30
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Fr – 26. Feb 27, 19:30
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Mi – 10. Mär 27, 19:30
Schauspielhaus
Dauer – ca. 2:55 Std,
eine Pause nach ca. 1:50 Std
Premiere
Do – 07. Mai 26

Karten
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Sa – 16. Mai 26, 19:30
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Sa – 30. Mai 26, 19:30
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So – 07. Jun 26, 19:30
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Mo – 08. Jun 26, 19:30
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Di – 14. Jul 26, 19:30
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Do – 22. Okt 26, 19:30
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So – 25. Okt 26, 18:00
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Sa – 07. Nov 26, 19:30
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So – 15. Nov 26, 15:00
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Fr – 04. Dez 26, 19:30
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Fr – 18. Dez 26, 19:30
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Do – 31. Dez 26, 19:30
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Fr – 15. Jan 27, 19:30
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Di – 16. Feb 27, 19:30
https://www.schauspiel-stuttgart.de/ Schauspiel Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
Fr – 26. Feb 27, 19:30
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Mi – 10. Mär 27, 19:30
Unterweltgröße Macheath, genannt Mackie Messer, verfügt über wahrhaft gute Kontakte zu seinem alten Kriegskameraden und amtierenden Polizeichef Brown. Daher bleiben er und sein Clan trotz zahlreicher Verbrechen im Kessel der Großstadt weiterhin auf freiem Fuß. Auch privat könnte es für den „Gentlemanganoven“ nicht besser laufen. Hals über Kopf hat er sich mit Polly Peachum vermählt. Sie ist nicht nur seine neuste Eroberung, sondern auch die Tochter des legendären Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma „Bettlers Freund“. Mackie will das traditionelle Geschäftsimperium der neuen Schwiegereltern klammheimlich an sich reißen. Seine sexuelle Freizügigkeit samt Lügenkonstrukt bringen ihn jedoch zu Fall und schlussendlich vor ein Gericht. Kann die Justiz im Gerichtsverfahren Macheaths lustvollem Spiel mit Varianten menschlicher Niedertracht (Korruption, Vetternwirtschaft, Kriegstreibereien, Profitgier, Betrug, Verrat und Mord) Einhalt gebieten? Oder hängen nicht vielmehr alle in der Stadt irgendwie in der Sache mit drin?

Ungezügelte Leidenschaft & True Crime: Die Dreigroschenoper. Mit provozierender, sinnlicher und simpler Kraft glückte dem anarchistischen Trio und wohl ersten Theaterkollektiv des 20. Jahrhunderts Brecht, Hauptmann und Weill 1928 am Theater am Schiffbauerdamm ein Überraschungscoup. Kurt Weill sampelte für seine Komposition u. a. Elemente des Jazz mit Tanz- und Jahrmarktsmusik und erfand musikalische Parodien auf die europäische Opern- und Operettentradition. Weills musikalische Klangfülle und Experimentierfreudigkeit erweiterte Brechts krude und widersprüchliche Geschichte samt seinen sinnlich-lebendigen Typen. Elisabeth Hauptmann wiederum ist es zu verdanken, dass Die Dreigroschenoper ihren Weg auf die Bühne fand.
Inszenierung
Musikalische Leitung
Kostüm
Choreografie
Video
Dramaturgie
Musiker*innen
Johanna Hirschmann, Sabrina Buck, Fabian Beck, Eberhard Budziat, Ruth Sabadino, Heike Rügert, Angela Weiss, Stefan Großekathöfer, Philipp Tress, Eckhard Stromer, Sebastian Kiefer, Christoph Sabadino, Karoline Höfler, Judith Goldbach, Florian Dohrmann

Pressestimmen

Südwest Presse
Otto Paul Burkhardt, 09. Mai 26
… Marcel Heuperman, Gast mit Burgtheater-Background, ist Mackie: ein Strizzi im Ledermantel oder im Glitzerjackett. Ein Fiesling, aber ein eleganter. Ein Tänzer, der mit seidigem Tenor verzaubern oder mächtig aufdrehen kann. Klaus Rodewald gibt den Bettler-Boss Peachum als Zyniker, Sebastian Röhrle den Polizeichef Tiger-Brown als korrupten Mackie-Kumpel. Alles hochaktuell.
Bestens auch die weiblichen Partien, allen voran Josephine Köhler, die mit starker Stimme als Polly Frauenrollen durchkonjugiert: labile Gangsterbraut, brüllende Mafiapatin und mehr. Auch Sonja Geigers Lucy, Miriam Maertens‘ Jenny und vor allem Marietta Meguids Lady Peachum glänzen.
Bodós Inszenierung wirbelt mit Satire, Herz und Schmackes vieles auf – ätzende Systemkritik, Bibelzitate und Groschenroman. …

… Mordsbeifall, Jubel. Machen wir’s kurz: Anschauen!
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Reutlinger General-Anzeiger
Christoph B. Ströhle, 09. Mai 26
… Korruption, Machtmissbrauch, Verrat, mangelnde Empathie – jeder ist sich hier selbst der Nächste. …

Gut, dass Bodó, statt sich dem Lamento zu widmen, auf die Macht der Satire vertraut – und ... Brechts Zynismus und erhellenden Witz eher noch zuspitzt, was die Inszenierung, die das Premierenpublikum ... lautstark gefeiert hat, besonders pointiert und sehenswert macht.
Das Ensemble spielt großartig, besetzt Klischees, um sie gleichzeitig aufzubrechen. Schön, wie es insbesondere Josephine Köhler als Polly Peachum und Marietta Meguid als ihre Mutter gelingt, die Zwiegesichtigkeit der Figuren auch im Gesang auszudrücken. …

… Klaus von Heydenaber … ist als musikalischer Leiter Garant für ein überzeugendes Klangbild aus dem Orchestergraben. … Und wenn dann, wie in Stuttgart, Lieder … so passioniert oder auch gebrochen erklingen, dass man sie am liebsten gleich ein zweites Mal hören würde, ist das schon das halbe Vergnügen. …
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Ludwigsburger Kreiszeitung
Uta Reichardt, 09. Mai 26
… Kurt Weills Ohrwürmer, gesanglich sauber interpretiert zum Beispiel von Miriam Maertens als „Spelunken-Jenny“ und schön ins Schräge intoniert vom Orchesterensemble (Johanna Hirschmann, Eberhard Budziat, Ruth Sabadino, Heike Rügert, Philipp Tress, Eckhard Stromer und Judith Goldbach) unter der musikalischen Leitung von Klaus von Heydenaber, animieren das Publikum immer wieder zu Szenen-Applaus.
Dazu passen Hanna Erös‘ ausdrucksstarke Kostüme ... und Eva Dudas unaufdringliche, aber eindrückliche Choreographien …

… Am Ende gelingt Bodós entlarvende Überzeichnung ins Groteske mit Mitteln des Humors und einer starken darstellerischen wie musikalischen Leistung des gesamten Ensembles. Und so hätte mutmaßlich auch Bertolt Brecht seine Freude gehabt …
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Stuttgarter Zeitung
Thomas Morawitzky, 09. Mai 26
Viktor Bodó verlegt … den Brecht-Klassiker … in einen Gerichtssaal. Die nüchterne Atmosphäre konterkariert er mit skurrilen Regie-Einfällen, und das Ensemble brilliert mit Kurt Weills Balladen. …

… Keinen Monat, nachdem in seiner Heimat Ungarn die Regierung Viktor Orbán und die bekannt korrupte Fidesz-Partei abgewählt wurden, feiert Viktor Bodós Inszenierung … Premiere. … Peachum, Macheath, Polly, Lucy, Jenny, Tiger Brown, die Bettler, Huren, Gangster – sie alle treten auf in einem Prozess …

… Kurt Weill schrieb die unsterbliche Musik. … Im Stuttgarter Ensemble mit seinen beiden Gästen – Marcel Heuperman als Macheath und Miriam Maertens als Spelunken-Jenny – hat er großartige Darsteller gefunden. … Josephine Köhler ist großartig als Polly Peachum, Marietta Meguid nicht minder als ihre Mutter Celia. …
… Mehr und mehr … reißt die Inszenierung mit, begeistert mit ihren Balladen …
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Die deutsche Bühne
Manfred Jahnke, 08. Mai 26
… Wie Peachum – von Klaus Rodewald im Lila-Kostüm (Kostüme: Hanna Erös) wunderbar aasig ausgespielt – die Armut kapitalisiert, wird drastisch vorgeführt. Seine Frau hingegen, der Marietta Meguid selbstbewusste Züge gibt, versinkt in Sentimentalität. Mackie Messer geht über Leichen. …

… Liebe? Es geht um das In-Besitznehmen. Besonders deutlich wird dies in der Auseinandersetzung von Polly mit Lucy, die Sonja Geiger furios anlegt, die durch eine vorgetäuschte Schwangerschaft Macheath an sich zu binden versucht. …

… Mit dem Ensemble … hat Klaus von Heydenaber als musikalischer Leiter präzise gearbeitet. Die Songs … reißen mit. Mit einer siebenköpfigen Kombo im Orchestergraben bringt er die Melodien von Kurt Weill schwungvoll zum Klingen. Unschwer vorherzusagen, dass diese Dreigroschenoper sich zum Renner in Stuttgart entwickeln wird.
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Nachtkritik
Thomas Rothschild, 08. Mai 26
Die Kämpfe der Londoner Unterwelt spielen sich direkt unter dem Auge des Gesetzes ab: Viktor Bodó inszeniert die berühmte Ganoven-Revue Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill in einem Gerichtssaal. Ein passender Ort für die antikapitalistische Pointe der Parabel.
… das „Eifersuchtsduett“ von Lucy und Polly … [ist] auch musikalisch ein Highlight ... Die Freude bleibt ungetrübt, weil sich die Regie nur selten dazu verleiten lässt, die Doppelbödigkeit des Stücks an übermütige Revueeffekte zu verraten. …

… Zwei prominente Rollen, die des Macheath und der Spelunken-Jenny, sind mit Gästen besetzt, mit Marcel Heuperman und Miriam Maertens. Vermutlich wurden sie geholt, weil sie wirklich gut singen. Aber Marietta Meguid und Klaus Rodemann aus dem Haus als das Ehepaar Peachum, das Bettler mit mitleiderregender Kleidung und Accessoires ausstattet, stehen ihnen in dieser Beziehung um nichts nach. …
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Online Merker
Alexander Walther, 08. Mai 26
… Das „soziologische Experiment“ des Gerichtsprozesses, den Brecht gegen die Verfilmung dieses Werkes anstrengte, wird in der gelungenen Inszenierung von Viktor Bodo zum Thema gemacht. …

… Hervorragendes leisten an diesem Abend die überaus wandlungsfähigen Darsteller Klaus Rodewald als Bettler-Chef Peachum, Marietta Meguid als seine Frau, Josephine Köhler als ihre Tochter Polly Peachum, Marcel Heuperman als Mackie Messer und Sebastian Röhrle als undurchsichtiger Polizeichef Brown. Sonja Geiger überzeugt ferner als seine schlagfertige Tochter Lucy. Gelegentlich wird auch der Zuschauerraum beim Schlagabtausch mit einbezogen! … Unter der musikalischen Leitung von Klaus von Heydenaber glänzt auch das Orchester …

… Großer Jubel des Publikums.
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