Kabale und Liebe
Schauspielhaus
ab Klasse 8
Premiere
Sa – 13. Feb 27
Sa – 13. Feb 27
Luise liebt Ferdinand, Ferdinand liebt Luise, doch ihre Verbindung wird von ihren Eltern alles andere als gern gesehen. Ferdinand von Walter ist Major und Sohn eines mächtigen Präsidenten, Luise die Tochter eines einfachen Musikers. Lange halten die beiden ihre Beziehung geheim: „In meinem Herzen liegen alle meine Wünsche begraben.“
Ferdinand soll eine Frau finden, die seiner Familie und seinem sozialen Status gerecht wird. Während er leidenschaftlich gegen diese Heiratspolitik seines Vaters rebelliert, wird Luise zwischen familiärer Loyalität, äußerem Zwang und eigenen Moralvorstellungen zum Schweigen gebracht. Sie soll Abstand von Ferdinand nehmen. Eine Intrige in Form einer erzwungenen Nachricht – eine gezielte Lüge und der Missbrauch von Intimität – droht, die Liebenden für immer auseinanderzubringen, und setzt die Katastrophe in Gang.
Was als radikale Behauptung von Gefühl beginnt, wird zum Konflikt mit einer Gesellschaft, in der Standes- und Milieugrenzen als gottgegeben gelten. Seine Leidenschaft und Liebe machen Ferdinand blind und fanatisch, absolute Moral macht Luise erpressbar.
So thematisiert Schiller die scheinbare Unmöglichkeit des richtigen Handelns in einer Welt, in der Wahrheit keinen schützenden Wert darstellt. Schillers Tragödie des späten Sturm und Drangs von 1784 ist eine flammende Kritik an Autoritäten: an einer korrupten Elite, die Beziehungen als Machtinstrument benutzt, ebenso wie an patriarchalen Familienstrukturen, die Privatheit politisch verwerten. Luises berühmter Brief markiert den Verlust der eigenen Stimme – ein Bild für die Gewalt, die man jemandem antut, wenn man seine Gefühle manipuliert. So ist Kabale und Liebe politisches Drama und Liebestragödie in einem.
Ferdinand soll eine Frau finden, die seiner Familie und seinem sozialen Status gerecht wird. Während er leidenschaftlich gegen diese Heiratspolitik seines Vaters rebelliert, wird Luise zwischen familiärer Loyalität, äußerem Zwang und eigenen Moralvorstellungen zum Schweigen gebracht. Sie soll Abstand von Ferdinand nehmen. Eine Intrige in Form einer erzwungenen Nachricht – eine gezielte Lüge und der Missbrauch von Intimität – droht, die Liebenden für immer auseinanderzubringen, und setzt die Katastrophe in Gang.
Was als radikale Behauptung von Gefühl beginnt, wird zum Konflikt mit einer Gesellschaft, in der Standes- und Milieugrenzen als gottgegeben gelten. Seine Leidenschaft und Liebe machen Ferdinand blind und fanatisch, absolute Moral macht Luise erpressbar.
So thematisiert Schiller die scheinbare Unmöglichkeit des richtigen Handelns in einer Welt, in der Wahrheit keinen schützenden Wert darstellt. Schillers Tragödie des späten Sturm und Drangs von 1784 ist eine flammende Kritik an Autoritäten: an einer korrupten Elite, die Beziehungen als Machtinstrument benutzt, ebenso wie an patriarchalen Familienstrukturen, die Privatheit politisch verwerten. Luises berühmter Brief markiert den Verlust der eigenen Stimme – ein Bild für die Gewalt, die man jemandem antut, wenn man seine Gefühle manipuliert. So ist Kabale und Liebe politisches Drama und Liebestragödie in einem.
Inszenierung
Bühne
Patrick Bannwart